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18. Mai

Vorwärts mit der Elternzeit auf nationaler Ebene

Die Elternzeit hat in der Schweiz einen schweren Stand. Zahlreiche Vorschläge sind im Parlament oder auf kantonaler Ebene gescheitert. Die Junge Mitte Schweiz ist überzeugt, dass eine Elternzeit den Bedürfnissen einer modernen Familie entspricht und volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Damit die Elternzeit eine Mehrheit findet, braucht es aber eine nationale Lösung, die von der Gesellschaft und von der Wirtschaft getragen wird. Nur so kommen wir vorwärts. Die Junge Mitte lanciert deshalb zusammen mit dem Forschungsinstitut sotomo eine repräsentative Umfrage, die Klarheit über über die mehrheitsfähigste Lösung bringen soll.

Am Sonntag, 15. Mai 2022 wurde die kantonale Initiative der SP Kanton Zürich für eine Elternzeit verworfen. Der berechtigte negative Entscheid zu einer kantonalen Elternzeit darf kein Dämpfer für das Anliegen allgemein sein. Jetzt muss es erst recht auf nationaler Ebene vorwärts gehen. Die Junge Mitte ist überzeugt, dass das Anliegen eine Mehrheit finden kann, wenn es richtig angegangen wird.

Lösungen aus der Mitte finden Mehrheiten

Momentan gibt es viele unkoordinierte Vorstösse auf verschiedenen politischen Ebenen, die eine Elternzeit fordern. Viele, meist linke Vorschläge sind gescheitert. Die Forderungen variieren stark in den Vorstellungen und sind meist ideologisch geprägt. Diesen umfangreichen Forderungen stehen verschiedene Vorbehalte von rechter Seite gegenüber. Damit wird ein weiteres wichtiges gesellschaftliches Anliegen des 21. Jahrhunderts aufgrund von Ideologien blockiert. Diese Situation hat Die Junge Mitte dazu veranlasst, politisch einen neuen Weg einzuschlagen. Die Junge Mitte lanciert deshalb zusammen mit dem Forschungsinstitut sotomo eine repräsentative Befragung. “Wir müssen jetzt das Thema auf nationaler Ebene richtig anpacken, um eine mehrheitsfähige Lösung zu finden”, sagt Die Junge Mitte-Präsident Marc Rüdisüli. “Wir wollen die nationale Lösung für die Elternzeit finden, die vom Volk und der Wirtschaft getragen wird. Von der Lösung der Elternzeit werden alle zukünftigen Generationen profitieren. Als Jungpartei sehen wir uns in der Pflicht weiterzudenken”, sagt Rüdisüli weiter.

Nur eine nationale Lösung macht Sinn

Eine Elternzeit macht nur dann Sinn und kann nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie national geregelt ist. “Die Junge Mitte ist überzeugt: Eine gesamtschweizerische Lösung, die finanzierbar und pragmatisch ist und von der Wirtschaft getragen wird, wird eine Mehrheit finden. An dieser Lösung arbeiten wir”, sagt Marc Rüdisüli. Umfragen zeigen klar, dass die Elternzeit in der Bevölkerung über alle Parteien hinweg eine breite Akzeptanz geniesst und als Zukunftsmodell gilt.

Volkswirtschaftlich sinnvoll

Für Die Junge Mitte ist eine Elternzeit elementar für die Gleichberechtigung, aber vor allem auch für die Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Schweiz. Dieser wird sich noch stark zuspitzen. “Bei diesen Perspektiven ist es geradezu absurd, Frauen für teures Geld auszubilden, aber gleichzeitig nicht alles dafür zu tun, dass sie auch als Mütter im Beruf bleiben”, sagt Tina Deplazes, Vizepräsidentin der Jungen Mitte Schweiz. Aber auch die häufige Untervertretung von Frauen in Führungspositionen hat oftmals mit den schwierigen Grundbedingungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu tun. Dank einer Elternzeit wird diesen Schwierigkeiten im ersten Lebensjahr entgegengesteuert.

Ein Umdenken in den frühen Jahren der Familie würde diesem Problem grosse Abhilfe leisten. Viele Rollenbilder werden unbewusst weitergegeben, was sich später in der Gesellschaft spiegelt. Die Junge Mitte will keine Rollenbilder vorschreiben, aber jeder Familie ermöglichen, das für sie beste Modell leben zu können und ist überzeugt, dass gerade die ersten Monate hierfür entscheidend sind.

Elternzeit ist ein international viel erprobtes Erfolgsmodell als wichtiges zeitliches Entlastungsmodell zur Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern. Will die Schweiz international mithalten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken, dann muss sie in eine moderne Familienpolitik investieren. Frauen und Männer wollen sowohl im Beruf als auch in der Familie und im Haushalt gleichberechtigt Verantwortung übernehmen.



Kontakt

Marc Rüdisüli, Präsident Die Junge Mitte Schweiz, marc.ruedisueli@diejungemitte.ch, +41 76 564 27 26

Tina Deplazes, Vizepräsidentin Die Junge Mitte Schweiz, tina.deplazes@diejungemitte.ch, +41 78 935 21 07

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